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Sowohl als Auch

Über das Format

Seit dem Sommersemester 2016 organisiert das Gleichstellungsbüro die Veranstaltungsreihe „Sowohl als Auch“ und lädt vor allem Studierende und Beschäftigte der TU Dortmund hierzu in die zentrale UB ein. „Sowohl als Auch“ möchte einerseits das Augenmerk auf die Frauen- und Geschlechterforschung an der TU Dortmund richten und andererseits aktuelle Diskurse innerhalb der nicht-institutionalisierten feministischen und gleichstellungsorientierten Bewegungen aufnehmen. Das Format setzt an aktuellen gesellschaftlichen Debatten an und bringt sie mit wissenschaftlichen Fragen zusammen. Ein übergeordnetes Thema, das aus den verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird, ist dabei das verbindende Element. Theorie und Praxis, Kultur und Wissenschaft werden aufeinander bezogen, so dass Synergieeffekte entstehen. Ausdrücklich gewünscht sind angeregte Diskussionen und das Zusammentreffen von Menschen aus verschiedenen Kontexten. Für die Beteiligten können sich neue Impulse für ihre eigene Arbeit ergeben oder Kooperationen entstehen. „Sowohl als Auch“ ist konzipiert als „Lunch Lecture“ und findet zur Mittagszeit in der Universitätsbibliothek statt.

Die nächste Veranstaltung

"LÖSCH DICH DOCH!" #hatespeech: Hassrede im Netz
am 14.06.2018 um 12:00 Uhr im Lesesaal (Raum E1) der Universitätsbibliothek Dortmund
mit:

  • Dr. Jennifer Eickelmann (wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie der TU Dortmund) und
  • Tarik Tesfu (Journalist, Video-Kolumne Tariks Genderkrise  und Moderator von Jäger & Sammler (ZDF funk))

Die Häufigkeit von Hate Speech-Angriffen im Internet, also der Hass-Rede gegen einzelne Personen oder Personengruppen, dominiert seit einiger Zeit den öffentlichen Diskurs. Diese Art der Diskriminierung äußert sich vor allem in Form von sexistischen, rassistischen oder homophoben Kommentaren in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram oder auf YouTube. Hate Speech ist der Oberbegriff für das Phänomen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit oder Volksverhetzung im Internet und in Social-Media-Räumen.

Die Veranstaltung „Sowohl als Auch“ setzt sich mit Hate Speech im Netz auseinander und nimmt besonders Angriffe auf Basis von Geschlecht und sexueller Orientierung in den Blick. In einem kreativen Vortrag präsentiert der Journalist und Video-Blogger Tarik Tesfu seinen Zugang zum Thema: In seinem YouTube-Kanal „Tariks Genderkrise“ nimmt Tesfu das Themenspektrum der Gender Studies mal humorvoll, mal wütend, mal sarkastisch unter die Lupe und macht sich damit zu einer besonders beliebten Angriffsfläche für Hassbotschaften und Verunglimpfungen.

Den wissenschaftlichen Part präsentiert Dr. Jennifer Eickelmann. Sie ist Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie der TU Dortmund und wird die Ergebnisse ihrer Dissertation mit dem Titel „»Hate Speech« und Verletzbarkeit im digitalen Zeitalter. Phänomene mediatisierter Missachtung aus Perspektive der Gender Media Studies“ präsentieren.

Informationen zu den Gästen

Foto von Dr. Jennifer EickelmannDr. Jennifer Eickelmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der TU Dortmund. Im Jahr 2017 hat sie am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum das Promotionsverfahren mit der Arbeit „Zur Materialität mediatisierter Missachtung. Gender und Verletzbarkeit im Kontext internetbasierter Vernetzung“ erfolgreich abgeschlossen. Ihre Dissertationsschrift ist im selben Jahr im transcript-Verlag unter dem Titel  „ „Hate Speech“ und Verletzbarkeit im digitalen Zeitalter. Phänomene mediatisierter Missachtung“ erschienen. Aktuell ist sie in einem vom BMBF-geförderten Drittmittelprojekt zur Rolle des Servicepersonals bei der kulturellen Bildung im Museum beschäftigt. Ihre interdisziplinären Forschungsschwerpunkte sind: Performativitäts- und Subjektivationstheorie, poststrukturalistische Diskursanalyse, die Ästhetik des Digitalen sowie multimethodische Museumsforschung, unter besonderer Berücksichtigung kultureller Praktiken der Differenzierung und Distinktion.

Foto von Tarik Tesfu

Seit 2015 hüpft Tarik Tesfu im Rahmen seiner Video-Kolumne Tariks Genderkrise als selbsternannter Gender-Messias durchs Netz. Seine Botschaft: Genderlove! Tarik ist ein pessimistisch-optimistischer Traum-Realist: An eine Welt ohne Diskriminierungen glaubt er nicht. Wenn er mit seinen Videos aber ein Drittel der Menschen erreichen kann, die bei den Wörtern „Gender“ und „Feminismus“ das Kotzen kriegen, dann kann er easy peasy in den Gender-Ruhestand gehen. Dauert aber noch ein Weilchen. On top ist Tarik einer der Hosts von Jäger & Sammler (ZDF): dem investigativen funk-Format auf Facebook und YouTube. 


Hier finden Sie die Berichterstattung zu den vergangenen Veranstaltungen: